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2022: Einweihung des Lenné-Meyer-Gartens

Am 9. Juni 2022 eröffnet ‚unsere‘ Stadträtin Manuela Anders-Granitzki (CDU) den in Kooperation einer aufgeschlossenen Mitarbeiterin des Grünflächenamts, engagierten Bürgern und einer äußerst kooperativen Planerin entstandenen Lenné-Meyer-Garten – finanziert mit Mitteln des Senats, für die sich der vormalige Abgeordnete Tino Schopf (SPD, jetzt Staatssekretär für Wirtschaft und Energie) eingesetzt hatte.

Da der ehemals so unwirtliche Ort ohne Aufenthaltsqualität jetzt die Gestalt eines Gartens angenommen hat, mit Bänken und einer Blumenrabatte, erhielt er einen neuen Namen: Lenné-Meyer-Garten. So soll dem nun heiteren Ort die Schwere des Begriffs ‚Gedenkort‘ genommen werden, der nach Ehrfurcht einflößender ‚Kranz-Abwurfstelle‘ klingt. Die beiden großen Gartenkünstler und Parkgestalter Peter Joseph Lenné und Gustav Meyer kommen dabei keineswegs zu kurz, im Gegenteil: auf Informationsstelen werden sie und ihre Schöpfungen vorgestellt und ‚gefeiert‘. Die Stelen sind auch Ausgangspunkt einer digitalen Führung durch den von Lenné inspirierten und von Meyer geplanten Volkspark Friedrichshain per Smartphone. Damit wird der Garten – im Sinne von uns engagierten Bürgern – auch zu einem Lernort zu öffentlichem Grün in Berlin. Wir hoffen, dass bestimmte von uns gewünschte, aber aus Kostengründen bisher nicht umgesetzte Elemente noch ‚nachgereicht‘ werden, wie z.B. eine kommunikative Rundbank als Ort für ein grünes Klassenzimmer, u.a. für die künftig – auf Zeit – benachbarte ‚Schuldrehscheibe‘ und die dort Lernenden.

Der Kreis der ehrenamtlich Engagierten setzt sich zusammen aus den hier abgelichteten: Wolfgang Krause (ehem. Gartenamtsleiter Prenzlauer Berg), Carsten Meyer, Petra Wilfert und Joachim Poweleit (Pro Kiez Bötzowviertel e.V.).

Was diese kleine Grünanlage so besonders macht, ist die äußerst konstruktive Kooperation zwischen initiierenden Bürgern, Bezirkspolitik (Tino Schopf), Verwaltung (Grünflächenamt, Leane Benjamin) und einer Landschaftsarchitektin (Brigitte Gehrke), unterstützt von der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (Philipp Sattler).

Wir wünschen uns sehr, dass der Lenné-Meyer-Garten von Nutzern so geachtet und vom Straßen- und Grünflächenamt so gepflegt wird, wie es dem Leitsatz von Peter Joseph Lenné entspricht: „Nichts gedeiht ohne Pflege, und die vortrefflichsten Dinge verlieren durch unzweckmäßige Behandlung ihren Wert.“

Diese Achtsamkeit müsste auch der benachbarten Eschenallee gelten, die die Stadträtin für Umwelt und Natur, Frau Anders-Granitzki, fällen lassen will …