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Kultursenator Lederer besucht uns am letzten Gärtnertag 2018

‚Normal‘ ist dieser Gärtnertag nur insofern, als dass – wie immer im November – Unmengen an Laub zusammengefegt werden müssen. Ungewöhnlich ist allerdings, dass der Senator für Kultur und Europa und stellvertretende Bürgermeister höchstselbst sich auf die Niederungen der Graswurzel-Arbeit begibt, mit guter Laune und ausreichend Zeit für Gespräche. Aber es passt auch zu diesem Klaus Lederer, der trotz Amt und Würden die Bodenhaftung nicht verloren hat! Und es passt ebenfalls inhaltlich, und zwar in doppelter Hinsicht: der Arnswalder Platz ist ein Gartendenkmal, und Denkmalpflege ist Teil seines Zuständigkeitsbereichs. Und die Anlage und Pflege städtischer Parks und Gärten sind kein Provinzthema: sie sind Teil der europäischen Kultur, wie wir selber oft betont haben, z.B. auf der Veranstaltung ‚Sharing als Chance‘. Diese Kultur ist in Berlin in den Zeiten des Spardiktats unter die Räder gekommen. Und dies wörtlich: Bei den Straßen- und Grünflächenämtern hatte die Autofahrerlobby stets die Oberhand bei der Vergabe der Mittel. Dr. Lederer hörte uns aufmerksam zu, als wir über das jahrelange Engagement so vieler auf dem Arnswalder Platz berichteten. Da wir – …

Kleines Fest – schöner Erfolg: 5. Sommerfest ‚Stierisch gut‘

Am 1. September 2018 wurde auf dem Arnswalder Platz das 5. Sommerfest gefeiert. Organisiert wurde es von der ‚AG Sommerfest‘, eine der Arbeitsgemeinschaften von Pro Kiez Bötzowviertel e.V. (die GärtnerInitiative Arnswalder Platz ist ebenfalls eine AG des Vereins). Das Fest war kleiner als in Vorjahren, eher besinnlich bei guter Stimmung, mit einem durchgehenden Programm statt mehrerer gleichzeitiger, konkurrierender Acts, die sich zum Teil akustisch störten oder an Remmidemmi erinnerten. Uns urbanen Gärtnern gefiel’s, vielen Dank an die vorbereitenden Ehrenamtlichen! Eröffnung durch den Bürgermeister Eröffnet wurde das Fest vom Pankower Bürgermeister, Sören Benn (Linke). Er kam gerade, noch bewegt, von einer Veranstaltung an der Friedensglocke im Volkspark Friedrichhain und erinnerte uns an diesem Weltfriedenstag zunächst daran, wie glücklich wir uns schätzen können, seit Jahrzehnten in einem friedlichen Land zu leben. Er würdigte nachdrücklich die Bedeutung von bürgerschaftlichem Engagement in einer lebendigen Demokratie als Ergänzung zum Handeln von Politik und Verwaltung. Aus gegebenem Anlass standen natürlich die Anerkennung der sozialen Verdienste von Pro Kiez im Vordergrund. Der Alt-Vorstandsvorsitzende – vom Moderator Steffen Siegmund als ‚Urgestein‘ angekündigt, stellte …

Hoher Besuch im Juli ’18

Am 21. Juli 2018 besuchte uns der Pankower Bezirks-Bürgermeister Sören Benn (Linke), gut gelaunt, aufmerksam zuhörend. Dem Grünflächenamt war natürlich bekannt, dass er kommen würde, und – welch ein Zufall! – die Mülltonnen waren geleert worden und zeigten sich aufgeräumt und ansehnlich wie Erich Honeckers aufpolierte Protokollstrecke nach Wandlitz. Als kleines Korrektiv überreichten wir Herrn Benn eine Collage mit den überquellenden Behältern an einem stinknormalen Sommer-Samstag dieses Jahr, hier zu bewundern. Der Bürgermeister war im Bilde und hatte auch unseren Müll-Flyer gelesen. So ging es schnell zur Sache: Mehr Abfallbehälter aufstellen –sah er ebenso als notwendig an, insbesondere im Gartenbereich hin zur Pasteurstraße (gegenwärtig zwei Tönnchen für zehn Bänke). Und: formschönere Behälter – auch Sören Benn zeigte kein Verständnis für diese Eimer mit den herausquellenden Müllbeuteln (nebenbei: diese Plaste-Müllbeutel sind zusätzlicher Plastikmüll). Und last but not least: höhere Leerungsfrequenzen sind notwendig – die Frage ist ‚nur‘: wie das zu organisieren ist. Alternativen: Modell 1: Das Grünflächenamt leert häufiger. Illusorisch beim gegenwärtigen Personalbestand; für Wochenenden, wenn die Leerungen besonders zwingend erforderlich wären, gibt es zusätzlich tarifvertragliche …

Einweihung des erweitert sanierten Arnswalder Platzes

Am Freitag, den 6. Juli 2018, fand anlässlich der Eröffnung des ergänzend sanierten Platzes eine kleine Feier statt. Es sprachen der Pankower Bau-Stadtrat, Herr Kuhn, Frau Lindstädt von der Unteren Denkmalschutzbehörde, Herr Lingenauber vom Landesdenkmalamt und Herr Meyer von der GärtnerInitiative Arnswalder Platz. Hier ein paar Bild-Impressionen von diesem Tag.        Alle Redner zeigten sich erwartungsgemäß mit dem Ergebnis sehr zufrieden und bedankten sich gegenseitig: Für das Erscheinen und die feierlich-freundlichen Worte des Stadtrats, für die kommunikative und kompetente Bürgerbeteiligung von Frau Benjamin, für die gute Arbeit der ausführenden Gärtner und Maurer, für das ehrenamtliche Engagement unserer Initiative. Es gab da auch ein paar dunkle Wolken am Himmel: die Erinnerung an die großflächigen Graffitis, die kurz vor Eröffnung noch entfernt worden waren, und unsere Klage über die bedrückende Verpackungsmüll-Situation auf dem Platz. Diese wird uns noch beschäftigen – voraussichtlich verstärkt wegen der geringen Müllbehälter-Kapazitäten im erneuerten Gartensegment. Dieses, unser aktuelles Schwerpunkt-Thema, wird uns auch bei unserem nächsten gemeinsamen Gärtnertermin am 21. Juli ab 13 Uhr beschäftigen: wenn uns unser Bezirksbürgermeister, Herr Sören Benn …

Europäisches Kulturgut – verwahrlosen lassen?

Am 19. und 20. Juni fand im Nicolaihaus in Mitte eine internationale Tagung statt. Unter dem Titel ‚Sharing als Chance‘ ging es um bürgerschaftliches Engagement bei der Erhaltung des europäischen kulturellen Erbes. Den Rahmen bildete das europäische Kulturerbejahre 2018, Veranstalter war die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Ergänzend zu Vorträgen und Foren stellten Initiativen engagierter Bürger an Infoständen ihre Arbeit vor – auch die GärtnerInitiative Arnswalder Platz. Statt einer braven Selbstdarstellung hauen wir ein wenig auf die Pauke und zeigen den internationalen Besuchern ein dreckiges Berlin. Genauer: vermüllte Plätze und Grünanlagen, eine verbreitete Un-Kultur in der deutschen Hauptstadt, durch staatliche Nachlässigkeit geduldet. Wir alle wissen: diese Bilder sind keine Ausnahmen, sondern an warmen Sommertagen – verstärkt am Wochenende – die Regel. Mit einem aus Anlass der Konferenz entwickelten Flyer, den wir in einer englischen und in einer deutschen Variante verteilten, stellten wir nicht nur das Problem dar und forderten mehr Engagement von Politik und Verwaltung, sondern machten auch Lösungsvorschläge für ein konzertiertes Maßnahmenbündel: Zuweisung zweckgebundener Grünpflege-Mittel an die Bezirke Bessere finanzielle und personelle Ausstattung der Grünflächenämter Größere und …

Ein Pflanztag mit freundlichem Besuch

  Fotos (2): Bernd Wähner Unsere letzte größere Pflanzaktion lag schon drei Jahre zurück. Im Mai 2014 bepflanzten wir das Beet Pasteurstraße links (von der Straße aus gesehen) mit Stauden nach eigenem, mit dem Bezirk abgestimmtem Pflanzplan. Am 15. Juni 2013 hatten wir bereits mit einer privaten Spende das durch behördlichen Pflegemangel eingegangene Rosenbeet an der Brunnenstube neu bepflanzt. Eine solche Aktion, die einen ‚Ausbruch‘ aus der normalen Pflege- und Säuberungsroutine bedeutet, erfordert natürlich eine entsprechende finanzielle Ausstattung. Damals kam sie aus einem Topf, der aus Grün-Ausgleichsmitteln gespeist war, die die Firma REWE für die temporäre Nutzung der Werneuchener Wiese zu entrichten hatte. Diesmal, zum 21.04.18, konnten wir aus einer Zuwendung in Höhe von 2.400 € schöpfen, die wir vom Verein der Freunde der Stiftung Denkmalschutz Berlin erhielten. Ziel von Verein und Stiftung ist es, zur Förderung der Denkmalpflege und der entsprechenden Bildung in Berlin beizutragen. Denn, so heißt es auf der Website des Vereins: „Die Pflege und Bewahrung dieses historischen Erbes ist ein wesentlicher Beitrag auch zur Identitätsstiftung mit Berlin.“ Warme Worte wechseln die …

GärtnerInitiative erhielt Denkmalschutz-Medaille

Am 1. Dezember 2016 wurde uns – auf Empfehlung des Berliner Landeskonservators – im Roten Rathaus die Ferdinand-von-Quast-Medaille überreicht, eine Auszeichnung für Bürger-Engagement im Bereich der Denkmalpflege. Wir nahmen sie stellvertretend für alle entgegen, die sich seit September 2012 vor allem gärtnernd, aber auch Kuchen backend und sonstwie engagiert haben. Die Medaille ist nach dem ersten preußischen Staatskonservator benannt.  Gemeinsam mit uns erhielten diese Auszeichnung im Jahr 2016 zwei weitere Gärtner-Initiativen, nämlich die ‚Bürger für den Lietzensee e.V.‘ und der ‚Arbeitskreis Steppengarten‘. Außerdem wurden Medaillen für je zwei Personen vergeben, die sich forschend bzw. ein Wohnhaus der Moderne sanierend um den baulichen Denkmalschutz verdient gemacht haben (Dr. Sibylle Badstübner-Gröger / Prof. Dr. Ernst Badstübner und Dr. Ute Linz / Dr. Peter K. Bachmann).   Wir haben uns sehr über die anerkennenden Worte von Landeskonservator, Prof. Dr. Jörg Haspel (Foto), sowie über die fundierte und launige Laudatio des Gartendenkmalpflegers Klaus Lingenauber gefreut und uns im Namen aller ehrenamtlichen Helfer bedankt. Die Urkunde mit Begründung der Medaillen-Vergabe finden Sie hier. Wir als GärtnerInitiative haben uns in unserer …

Beet an der Bötzowstraße angelegt

Wir, die GärtnerInitiative Arnswalder Platz, konnten im November 2015 ein völlig heruntergekommenes Beet an der Bötzowstraße erneuern lassen. Es befindet sich am mittigen Zugang zum Arnswalder Platz hinter der Info-Tafel. Ermöglicht wurde das durch eine Zahlung für Ausgleichsmaßnahmen der Firma REWE an den Bezirk Pankow für die Bodenversiegelung der Werneuchener Wiese – dort war ein provisorischer REWE-Markt während der Bauzeit des neuen Supermarktes an der Pasteurstraße errichtet worden. Von diesen Naturausgleichsmitteln, die für die versiegelte Fläche zunächst für den Zeitraum von einem Jahr 100.000,- € betragen, wurde der GärtnerInitiative auf unseren Antrag hin ein Betrag bewilligt, der u.a. für dieses Beet zweckgebunden eingesetzt werden konnte. Wir selber haben dann die Planung übernommen, die vom Grünflächenamt übrigens vollständig akzeptiert wurde. Während wir das Beet an der Pasteurstraße (am Eingang links) selber bepflanzt und die Pflanzen selber beschafft hatten, haben wir die Ausführung diesmal komplett an einen Gartenbaubetrieb vergeben. Der Boden war einfach zu problematisch (z.B. da stark verdichtet und mit vielen Baumwurzeln durchsetzt) und die Fläche zu groß, als dass wir dies im Rahmen unserer samstäglichen …

Viel mehr als ein Namensschild…

Dass der Arnswalder Platz „Arnswalder Platz“ heißt, konnte man jahrzehntelang ausschließlich an dem Namen der Tram-Haltestelle ablesen. Seit dem 24. März 2015 findet man den Namen endlich auch auf dem Platz selber. Nicht schwarz auf weiß wie bei einem Straßennamenschild, sondern weiß auf preußisch-blau: auf einer Infotafel, gestaltet entsprechend dem Retro-Design des Landesdenkmalamts, Abteilung Gartendenkmalpflege. Es finanzierte auch diese Infotafel, gemeinsam mit dem Bezirk Pankow. Herr Lingenauber vom Gartendenkmalamt lüpfte am 24. März das vorgehängte weiße Tuch und hielt eine kleine Ansprache, bevor wir gemeinsam mit ‚Anwohnern auf die Tafel anstoßen konnten. Auf ihr ist einiges mehr zu erfahren ist als nur der Platz-Name… Am besten vorbeikommen und vor Ort lesen! Oder den bequemen Weg wählen: einen Mausklick.       

Kommunikation mit Senat und BVV – Rückblick 2014

Seit dem Start der GärtnerInitiative Arnswalder Platz im September 2012 hatten wir mehrere Anläufe unternommen, den Bezirk Pankow und den Berliner Senat – namentlich den damaligen Regierenden Bürgermeister, Klaus Wowereit – in die Pflicht für Berliner Plätze, Parks und Gärten zu nehmen: zum einen als Bringschuld für die Bürger/innen Berlins, die kieznahe Oasen für die Naherholung brauchen. Und zweitens, weil es für Berlin aus Gründen des Tourismus ein Anliegen sein muss, Parks und Gärten in einem akzeptablen Zustand zu halten. Der Bezirk Pankow kooperiert inzwischen gut mit uns (bis 2016 auf politischer Ebene: Baustadtrat Jens-Holger Kirchner, auf der Verwaltungsebene: Leitung und MitarbeiterInnen des Tiefbau- und Landschaftsplanungsamtes). So wurden manche zuvor vernachlässigte Reparaturen und gärtnerische Arbeiten ausgeführt. Das gleiche kann für den Senat nicht gesagt werden. Die Aktivitäten von Klaus Wowereit und der Senatskanzlei beschränkten sich stets auf freundliche Grußworte und Vertröstungen in die Zukunft. Einen Aufschluss darüber gibt unser Briefwechsel mit dem Senat. Einen Rückblick finden Sie nachfolgend.   Rückblick auf unsere Kommunikation mit Politik und Verwaltung Abgesehen davon, dass Bürger-Engagement dem Zeitgeist entspricht und …

Wer engagiert sich, wer (noch) nicht?

Im Dezember 2017 nahm ich Kontakt mit den auf den Bronzetafeln aufgeführten Verbänden auf, die ihr vom Bezirk Pankow so stiefmütterlich behandeltes Ehrenmal schlichtweg nicht mehr ‚auf dem Schirm’ hatten. Besonders aufgeschlossen und engagiert zeigte sich auf Anhieb Philipp Sattler, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL). Er managt auch das vom Umweltministerium geförderte Netzwerk Garten und Mensch, dessen Ziel u.a. ist: „Wahrnehmung und Bewusstsein für gestaltetes Grün als Kulturfaktor erhöhen; interessierte Bürger*innen einbinden und ihre Motivation und Eigeninitiative wachhalten“. Und um nichts anderes soll es ja bei diesem Projekt gehen, das nicht nur die zwei großen Gärtner würdigen, sondern auch Bewusstsein für deren Wirken schaffen soll sowie generell für den Wert von gepflegten öffentlichen Grünanlagen. Herr Sattler lud die Vertreter der auf den Bronzetafeln aufgeführten Gartenbauverbände zum 31. August 2018 zu einem Gedankenaustausch ein, darüber hinaus auch Herrn Erhard Mahler (ehemaliger Leiter der Berliner Grünverwaltung), Herrn Hans-Georg Büchner (Direktor des Stadtgartenamtes Ost-Berlin), Herrn Wolfgang Krause (ehemaliger Gartenamtsleiter Prenzlauer Berg), Herrn Tino Schopf MdA (SPD), Frau Antje Solmsdorf (Lenné-Akademie) und natürlich Vertreter von …

Die Werneuchener Wiese

Die Werneuchener Wiese ist das Geviert zwischen Danziger Straße, Kniprodestraße, Virchowstraße und Margarete-Sommer-Straße; sie umfasst eine Fläche von knapp 3 Hektar. Auf ca. 2.500 Quadratmetern an der Virchowstraße befindet sich das Ehrenmal für Peter Joseph Lenné und Gustav Meyer, auf dem Luftbild unten links innerhalb der gestrichelten Linie zu erkennen.  Das gesamte Gelände war vor dem Krieg mit Wohnhäusern bebaut. Um vom Flakbunker freies Schussfeld gegen die einrückende Rote Armee zu haben, wurden die letzten Häuser geschleift, die den Bombenkrieg überstanden hatten. Mehr erfahren Sie in einem sehr informativen Artikel von Albrecht Molle aus dem Jahr 2000. Das Gelände im Zuständigkeitsbereich des Straßen- und Grünflächenamtes Pankow ist eine Grünfläche ohne Aufenthaltsqualität und ohne Gestaltungskonzept. Ein Schild ‚Geschützte Grünanlage‘ wirkt wie Hohn, die große Fehlstelle im Zentrum spiegelt deren Zustand wider. Diese Fläche am Rand des Bezirks Pankow wirkt wie ein vergessenes Niemandsland: Hier eine Tankstelle mit Bestandsschutz, dort derzeit noch mehrere Beachvolleyballfelder, teils unter Straßenniveau; eine doppelte Baumreihe zeugt von der Absicht, eine Fußgängerallee zu schaffen. Doch es gibt auf dem ganzen Areal keinen einzigen angelegten …

Von der Werneuchener Wiese zur ‚Werneuchener Bürgerwiese‘

Die mangelhaften Wege und der Zustand des Lenné-/Meyer-Areals mit seinen Granitwürfeln waren für mich der Anstoß, mich an Politik und Verwaltung zu wenden. Tino Schopf MdA (SPD), über ein Direktmandat im Berliner Abgeordnetenhaus, führte dieses Anliegen mit der Initiativgruppe ‚Kunst und Gemüse’ zusammen, die für die Werneuchener Wiese ein Konzept für ein sozial orientiertes ‚Urban Gardening‘ Projekt für die ortsansässige Bevölkerung entworfen hatte. Aus dem Zusammenschluss heraus entwickelte sich ein Gesamtkonzept für ein Projekt Werneuchener Bürgerwiese‘, das im November 2017 von der BVV Pankow einstimmig beschlossen wurde. Es erging damit der Auftrag der BVV an die Verwaltung, es in Kooperation mit ortsansässigen Bürgerinitiativen und Interessierten zu verwirklichen. Wir engagierten Bürger nahmen bislang an einem einzigen gemeinsamen Gespräch mit Vertretern der zuständigen Ämter teil – im Dezember letzten Jahres. Die nächste Einladung an die Verfasser dieses Konzeptes erging für den 20. November 2018 – ein Jahr nach dem BVV-Beschluss! Dort sollten die Ergebnisse eines Bodengutachtens zur Werneuchener Wiese vorgestellt werden und mit den Bürgern, dem BVV-Beschluss gemäß, über das weitere Vorgehen zur Realisierung der ‚Werneuchener Bürgerwiese‘ …

Kultursenator Lederer besucht das ‚Ehrenmal‘ – was kommt nun von Grünverbänden und Bezirk?

Wir haben uns sehr über den Besuch von Kultursenator Dr. Klaus Lederer am Ehrenmal am 17. November 2018 gefreut. Er zeigte sich bei der Ansicht dieses zu einer Karikatur verkommenen ‚Ehrenmals‘ erschüttert und sagte uns Unterstützung bei unserem Kampf für dessen Aufwertung zu. Er meinte, bei den erheblichen Investitionen für den in Aussicht stehenden benachbarten Schulbau müsste auch der Betrag vorhanden sein, um das Ehrenmal grundlegend zu erneuern und eine den beiden Landschaftsgärtnern und den auf den Bronzetafeln ‚verewigten’Grünverbänden würdige Anlage zu schaffen – mit Aufenthaltsqualität für die Besucher*innen des Ortes! Offenbar fand Senator Lederer auch die Idee sympathisch, diesen besonderen Schulstandort – an drei Seiten von Grün umgeben! – für das Konzept eines ‚grünen Klassenzimmers‘ zu nutzen: im Norden Urban Gardening mit der Möglichkeit, dort einen Schulgarten einzubinden, im Osten der Volkspark und im Süden das Ehrenmal, über das Wertschätzung für diesen Park und für die Kultur öffentlicher Grünanlagen vermittelt wird. Hier ein Link zu einem lesenswerten Artikel von Bernd Wähner in der Berliner Woche (Ausgabe Prenzlauer Berg) vom 05.12.2018, in dem er über …

Was plant die Bauverwaltung mit der Werneuchener Wiese?

Am Dienstag, den 20. 11. 2018, fand endlich eine Gesprächsrunde in Amtsräumen des Pankower Baustadtrats Kuhn statt – elf Monate (!) nach dem letzten persönlichen Kontakt mit den Bürgern in großer Runde –, um mit ihnen gemeinsam den BVV-Beschluss vom November 2017 umzusetzen! Themen waren die Vorstellung eines Altlastengutachtens für die Werneuchener Wiese und ein Austausch über die Entwicklungsvorstellungen der verschiedenen Interessengruppen. Anwesend waren neben dem Baustadtrat u.a. der Fachbereichsleiter Stadterneuerung des Pankower Stadtentwicklungsamtes, Vertreter des Grünflächenamtes sowie die mit der Planung des Gesamtgeländes beauftragte Planergemeinschaft. Herr Philipp Sattler (DGGL) kam als Vertreter seines Verbandes und des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA), und natürlich waren die hier engagierten Bürger*innen vertreten: der Verein ‚Kunst & Gemüse‘ als Initiator des Urban Gardening-Anteils im Gesamtkonzept Werneuchener Bürgerwiese sowie wir von der GärtnerInitiative / Pro Kiez Bötzowviertel als Engagierte für das Ehrenmal und die Anlage von Wegen. Es waren auch Beachvolleyballer von ‚City Beach Berlin‘ eingeladen, die in das Konzept künftig einbezogen werden sollen. Die Vorbereitung eines entsprechend ergänzenden neuen BVV-Beschlusses ist in Vorbereitung. Die Planergemeinschaft stellte ein Nutzungskonzept und …

Kooperation mit der Beuth-Hochschule

Wir bemühen uns, die einschlägigen Grünverbände und mit Grünplanung und -pflege befassten Bildungsinstitutionen in die Sanierung des Ehrenmals einzubeziehen bzw. ihre Unterstützung einzuwerben. Auf Vermittlung von Herrn Philipp Sattler (DGGL) haben wir uns daher an Herrn Prof. Joerg-Ulrich Forner gewandt, der gegenwärtig an der Beuth-Hochschule für den Bereich ‚Gartendenkmalpflege‘ zuständig ist. Er zeigte sich interessiert, sich mit seinen Studierenden im Master-Studiengang ‚Urbanes Pflanzen- und Freiraum-Management‘ intensiver mit dem Ehrenmal-Areal zu befassen. Professor Forner (vierter von rechts): „Lenné und Meyer sind die ‚Urväter‘ unseres Studiengangs Landschaftsarchitektur, so daß hier naturgemäß ein Eigeninteresse an dieser Thematik besteht.“ Am 7. Mai 2019 fand eine erste Ortsbesichtgung durch die Studierenden unter seiner Leitung statt . Die Student*innen haben unter Anleitung von Professor Forner mittlerweile Bodenproben entnommen, die Schichtung der Bodenschichten dokumentiert und die örtlichen Gasbestandteile des Bodens ermittelt. Des Weiteren werden Blattproben genommen und die vorhandene Vegetation vor Ort bewertet. All dies sind Voraussetzungen für die künftige Pflanzen- und Standortwahl.             Wir haben die Aufmerksamkeit der Studierenden auch auf die stadträumlichen Aspekte gelenkt. Wie …